Ärztliche Kooperationen

Die Zeit des Arztes als Einzelkämpfer ist vorbei. Der von Politik und Ökonomie vorgegebene Trend geht eindeutig hin zu größeren und großen Praxen mehrerer Ärzte derselben oder unterschiedlicher Fachgebiete, auch in Trägerschaft anderer Leistungserbringer. Dabei gilt es, für die jeweilige Situation die richtige Strategie zu finden.

– Ist die Praxis- oder Apparategemeinschaft der passende Weg?

– Ist es möglich, mit einem nahe gelegenen Krankenhaus zur gemeinsamen Nutzung von Geräten zu kooperieren?

– Gehört zum eigenen Leistungsbild die belegärztliche Tätigkeit? Und wie lässt sie sich optimal umsetzen?

– Bietet sich eine Gemeinschaftspraxis mit anderen niedergelassenen Kollegen an? Oder ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)? Was wäre die geeignete Rechtsform – die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Partnerschaftsgesellschaft oder gar eine Ärzte-GmbH?

Zu beachten sind auch die anstehenden politischen Umwälzungen: Diversifizierung des Sicherstellungsauftrages, differenzierte Versorgungsformen, ärztlicher und Kassenwettbewerb, Verbesserung der Kommunikation. Die weitgehend unabhängig von der Außenwelt agierende Einzelpraxis ist passé. Verbünde sind angesagt, Ärztenetze, fachbezogen, interdisziplinär, regional und überregional, aber: Ist das wirklich effektiv?

 

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